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Ein Familienunternehmen zu bewerten, scheint für viele Unternehmerinnen und Unternehmer, ein schwieriges Thema, wenn nicht gar ein Ding der Unmöglichkeit – zumindest gedanklich: Wie soll man auch ein Preisschild für das Unternehmen finden, das quasi mit zur Familie gehört? Einen Wert für das mehrere Generationen umspannende Lebensabenteuer, für gemeinsame Werte, Geschichte und Zukunftspläne – kurz: für all das, was über die bloßen Zahlen hinaus geht und für das Begrifflichkeiten wie Verankerung, Selbstverwirklichung, berufliche Herausforderung und familiäres Projekt geeigneter erscheinen?

Spricht man das Thema der Unternehmensbewertung an, verweisen die Betroffenen häufig auf den Zeitaufwand oder auf die viel zu hohen Kosten. Wenn man ehrlich ist, fürchtet man vielleicht auch, dass die Offenlegung einer Zahl bei dem einen oder anderen Begehrlichkeiten wecken könnte – oder womöglich zu Enttäuschungen führen könnte.

Und so wird die Debatte beendet mit dem Hinweis darauf, dass das Verbindende in der Familie ohnehin das unternehmerische Projekt oder ein immaterielles Vermögen sein sollte und keine bestimmte Summe – vor allem dann, wenn es sich um eine Größere handelt.

Dass die Betroffenen auf Distanz gehen, hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass der Zeitpunkt einer Unternehmensbewertung emotional besetzt ist: mit einer (geplanten oder unvorhergesehenen) Veräußerung des Unternehmens, mit Konflikten unter den Aktionären, finanziellen Schwierigkeiten oder einer schwierigen Weitergabe. All dies ist weit entfernt von dem Ideal der Kontinuität und des Unternehmenserhalts, das doch in allen Familienunternehmen vorhanden ist.

Menschen, die ein Familienunternehmen leiten, stehen in dem Ruf, pragmatisch zu sein. Doch so wachsam sie auch sein mögen wenn es um den Einsatz ihrer finanziellen Ressourcen oder die Nachhaltigkeit ihrer Ergebnisse geht, vergessen sie, wie wichtig der Unternehmenswert als Barometer für die Gesundheit des Unternehmens ist. So wie der regelmäßige Check-up beim Arzt den körperlichen Zustand eines Menschen dokumentiert, so wird bei der regelmäßigen Ermittlung des Unternehmenswerts die Wirkung der betrieblichen Maßnahmen auf die Organisation und Finanzverwaltung gemessen. Dank einer Bewertung können erforderlichenfalls rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um eventuellen unguten Tendenzen entgegenzuwirken.

Doch noch mehr als alle Zahlen und ihre Aussagekraft zur Unternehmensgesundheit zu einem Zeitpunkt x zählt die Methode, die man für die Unternehmensbewertung verwendet. Von der SWOT-Analyse bis hin zur Berücksichtigung außerordentlicher Effekte, ob in die Vergangenheit gerichtet oder in die Zukunft, bis hin zur Neutralisation bestimmter Ereignisse: Die Unternehmensbewertung bietet die unvergleichliche Chance, sich Zeit für eine Bestandsaufnahme zu nehmen, um das, was über eine Generation (nicht selten auch über mehrere) hinweg erarbeitet wurde, im wahrsten Wortsinne „wert-zu-schätzen“.

Doch noch mehr als alle Zahlen und ihre Aussagekraft zur Unternehmensgesundheit zu einem Zeitpunkt x zählt die Methode, die man für die Unternehmensbewertung verwendet. Von der SWOT-Analyse bis hin zur Berücksichtigung außerordentlicher Effekte, ob in die Vergangenheit gerichtet oder in die Zukunft, bis hin zur Neutralisation bestimmter Ereignisse: Die Unternehmensbewertung bietet die unvergleichliche Chance, sich Zeit für eine Bestandsaufnahme zu nehmen, um das, was über eine Generation (nicht selten auch über mehrere) hinweg erarbeitet wurde, im wahrsten Wortsinne „wert-zu-schätzen“.

 

Konferenz zum Thema „Unternehmensbewertung“ bei der Banque de Luxembourg

Der Luxemburger Unternehmens- und Steuerberater Laurent Muller hat sich in seinem Buch „Comprendre la valorisation d’une PME“ („Die Bewertung von KMU verstehen“, in Französisch) intensiv mit dem Thema der Unternehmensbewertung befasst. Sein Buch nähert sich dem vernachlässigten Thema weniger als Fachaufsatz oder als trockener Ratgeber. Dem Autor geht es vielmehr um die verschiedenen Etappen und großen Leitlinien einer Unternehmensbewertung.

Anlässlich des Erscheinens des Buchs im April 2022 hat die Banque de Luxembourg drei Unternehmerinnen und Unternehmern eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen aus dem Prozess der Unternehmensbewertung zu teilen. In der angeregten Diskussion hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, über Nutzen und Chancen einer Bewertung in verschiedenen Szenarien zu sprechen und ihre eigenen Erfahrungswerte mit dem Publikum zu teilen.

@blackmagictea

Die Teilnehmer des Panels:

Betty Fontaine, Geschäftsführender Gesellschafter der Brauerei Simon, Wiltz (Luxemburg)

Tom Klein, Gesellschafter bei Binsfeld & Bintener, Kehlen (Luxemburg)

Luc Wagner, Gesellschafter beim Architektenbüro WW+, Esch-sur-Azette (Luxemburg) und Trier


Sie wünschen weitere Informationen oder möchten mehr über die Begleitung der Banque de Luxembourg erfahren? Kontaktieren Sie uns!

Anne GoEdert
Family Practice Adviser
Charles Sunnen
Unternehmenskundenberater

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